|
|

CD-Bestellung
INFOS
für Konzertveranstalter
Pressestimmen
Musikerportraits
Diskographie/Musikbeispiele
Konzertdaten
Kontakt
Links
English
Français
Italiano
|
ZUSAMMENFASSUNG (alle
wichtigen Presseberichte als PDF)
Interview
über Tritonus und das Alpan Projekt im Appenzeller
Tagblatt (PDF)
Interview
über Neue Schweizer Volksmusik im "Folker"
– Ausgabe Mai 08
ganzer Artikel als PDF
CD-Rezension im "Folker" (Wichtigstes
Fachblatt für Folk, Lied und Weltmusik in Deutschland – Ausgabe
Juli/Aug. 06): Siehe auch Text unten.
CD-Rezension
in der NZZ vom 23.8.06: Siehe Text
unten oder PDF.
Berichte über das «Alpentöne»-Festival
07
Radiosendung vom 13. Okt. 06, 21.00 - 22.00h auf DRS 2
radio
magazin 39/40
06 (M. Böhni)
Artikel als PDF
Podcast über
Tritonus auf "Chronico" (Magazin für Geschichte).
|
Lange Zeit musste die archaische Schweizer Volksmusik Dornröschens
Schlaf schlafen. Vor ein paar Jahren ist sie aufgewacht. Und lebt! Wunderbarer
Beweis ist Tritonus, ein Projekt, das seit den 90er-Jahren verborgene
Schätze zutage fördert. Der aktuelle Tonträger schlägt
einen thematischen Bogen von zarter, früher Liebe bis zu «Annelis
Hochzyg». Musikalisch reizvoll ist der Titel «Di Wüeschte».
Wenns auch grossspurig klingen mag: Beim Eintauchen in dieses Lied kommt
einem «Weltmusik» in den Sinn.
Blick (K. E. Merki)
Artikel als PDF
|
Worldmusic-Highlight!
Tritonus, die Gruppe um Urs Klauser, die vor 15 Jahren eine
viel beachtete CD jenseits der Ländler aufgenommen hat, legt erneut
eine Bearbeitung ursprünglicher Schweizer Volksmusik vor. Inspiriert
etwa von Ulrich Bräker, aber auch vom Obwaldner Rocker Luke Gasser,
entwickeln die acht «Tritoniten» die Traditionen weiter.
Die detaillierten Angaben zu den hier erstmals vertonten Stücken
machen auch das Booklet zu einer Fundgrube.
radio magazin 15 06 (M. Böhni)
Ganze Seite als PDF
radio magazin 39/40 06 (M. Böhni)
Hintergrund-Artikel als PDF
Aus der «Vor-Ländler-Zeit»
Die Gruppe Tritonus hat sich der Erforschung der Volksmsuik
vor 1800 verschrieben. Vom sorgfältigen Vorgehen zeugt auch diesmal
das CD-Booklet, in dem zu jedem Stück aufschlussreiche Kommentare
und weiterführende Informationen sowie eine ausführliche Bibliographie
enthalten sind. Auf dem neusten Tonträger, «Alpan»,
hat sich das Quartett, bestehend aus den Multiinstrumentalisten Felicia
Kraft, Urs Klauser, Daniel Som und Lea Zanola, Musik vorgenommen, die
zum Teil aus schwer zugänglichen Quellen geschöpft wurde. «Alpan» versammelt
Stücke der Schweizer Volksmusik aus verschiedenen Regionen und
einige Neukompositionen. Ein Schwerpunkt liegt bei der Appenzellermusik.
Tritonus fügt zum heute wohlbekannten Streicherklang Pfeifen und
Drehleier hinzu und geht damit wieder einen Schritt zurück in der
Instrumentation: So könnte die Appenzellermusik früher geklungen
haben. Mit der kraftvollen Stimme Felicia Krafts und allerlei Instrumenten
von der Äolsharfe über Rebec und Hümmelchen (leise Sackpfeife)
bis hin zur Schalmei schafft Tritonus Stimmungen. Ekstatische Tänze,
frische Löckler (Viehlockrufe), sehnsüchtige Alpsegen (mit
neuem Text vom ObwaldRockmusiker Luke Gasser), innigen Liebeslieder
und anrührende Balladen entführen beim Hören in alte
Zeiten. Mit «Alpan» wollte die Gruppe Tritonus aber über
eine historische Aufführung von früher Volksmusik hinausgehen
und lud dazu Gäste ins Studio ein: Die Jazzer Reto Suhner (Saxophon)
und Tobias Preisig (Violine) sowie Andreas Cincera (Kontrabass) und
Markus Maggiori (Perkussion) weiten gemeinsam mit der Kerngruppe die
Stücke aus, reichern die historischen Instrumentierungen mit anderen
Klängen an, bauen Rhythmen um, improvisieren in ihrem Stil und
hauchen so der alten Musik neues Leben ein.
NZZ, 23.8. 06 (Neue
Zürcher Zeitung; ges.)
Artikel als PDF
Schweizer Volksmusik an den Wurzeln gepackt
Sie klingt schweizerisch-vertraut und gleichzeitig faszinierend-fremdartig,
die «Worldmusic» des Ensembles Tritonus: In der urtümlichen,
von Bass, handgeschmiedeten Rollenschellen, Drehleier, Maultrommel,
Sackpfeife, Schwegel, Cister und Hackbrett begleiteten Alpen-Musik
tummelt sich nämlich so manches, was der herkömmlichen Schweizer
Volksmusik im Laufe der Jahrhunderte abhanden gekommen ist. Breitbeinig
zotteln im Programm «Alpan» die «Wüeschte» (lies:
mönströs Hässlichen) durch karge tonale Gassen, tänzeln
Ziegenböcke über erdige Ostinatomotive, torkelt ein «biswillen
verrukter» durchs Toggenburg, beflügeln die «phantaseyen
eines ungepflantzten, wildgewachsenen Dichters» (Ulrich Bräker)
das Ohr.
Es ist eine abenteuerliche Zeitreise in die Vor-Ländlerzeit: Seit
30 Jahren setzt sich der Instrumentenbauer, Volksmusikforscher und Musikant
Urs Klauser mit der Schweizer Volksmusik auseinander. Mit Leidenschaft
und Fachkompetenz schürft er in nationalen und internationalen
Archiven nach verschütteten Melodien, Tänzen und Texten, und
lässt sie mit seinem Ensemble Tritonus in neuem Glanz erstrahlen.
Der Bund, 13.3.08, M. Mühlemann
Zukunft braucht Herkunft: Tritonus
... Endlich legt nun das Ensemble Tritonus in neuer Besetzung
mit «Alpan» eine zweite CD vor, eine archaische Welt zeitloser
Klänge, wie die acht Musiker im Booklet versprechen. Das ist nicht
mehr die quellenkritische Bearbeitung historischer Vorgaben, sondern
ein frisches Gemisch von traditioneller Musik und neuen Klängen.
Dabei orientieren sich die bisherigen Ensemblemitglieder Felicia Kraft
und Urs Klauser mit ihren neuen Kollegen an der traditionellen Appenzeller
Streichmusik, am Alpsegen, Kühreihen und am Zäuerli. Nach
wie vor bezieht Tritonus sein Repertoire aus alten handschriftlichen
oder bibliografisch angeführten gedruckten Quellen. Deren Interpretation
aber ist nicht mehr an ohnehin ungenügende Hinweise auf eine historische
Aufführungspraxis gebunden, sondern lässt nun nach dem Vorbild
der schwedischen Musikgruppen um Ale Möller und Lena Willemark
Spielmannslust und Experimentierfreude aufkommen.
SMZ Nov.06 (Schweizer Musikzeitung,
B. Bachmann-Geiser)
Ganzer Artikel als PDF
|
TRITONUS Alpan
23 Tracks, 62:00, mit Infos
Tritonus ist eine hierzulande seit Jahren
viel zu wenig beachtete Größe in der Schweizer Folkmusikszene.
Vor 15 Jahren veröffentlichten sie mit Alte Volksmusik in der Schweiz
ein Standardwerk, danach war erst mal Sendepause. Nun gibt es eine neue
CD, auf der sich die Gruppe daran macht, die Grenzen alpenländischer
Schweizer Volksmusik zu überschreiten. Das aktuelle, seit 2003
musizierende Septett spielt auf Hackbrett, Maultrommel, Percussion,
Rebec, Schalmei, Flöten, Drehleier, Dulcian, Sackpfeife, Cister,
Schwegel, Sopransaxophon, Violinen, Kontrabass und diversen Trommeln.
Dabei entwickelt sich ein überraschend vielfältiger Klangkosmos,
der, vorwiegend auf traditionellen Appenzeller Quellen basierend, eine
abwechslungsreiche, immer wieder überraschende Musik bietet. Sie
mäandert zwischen verträumten, an Minimal Music gemahnende
Passagen, traditionell alpenländischen Mustern bis zu treibenden
Weltmusikrhythmen und freien Jazzimprovisationen, und die Bandbreite
an musikalischem Ausdruck und Gefühl sucht ihresgleichen. Ich kann
mir diese exzellent produzierte Musik auch hervorragend als Soundtrack
für einen Naturdokumentarfilm über die grandiose Bergwelt
der Schweizer Alpen vorstellen - ist sie doch ebenso majestätisch
wie erhaben und beeindruckend.
Ulrich Joosten
Folker Nr.
4 Juli/Aug. 06 (Wichtigstes Fachblatt für Folk, Lied und Weltmusik
in Deutschland)
CDs du mois: TRITONUS
("Alte Volksmusik" et "Alpan")
Ce n'est pas tous les jours qu'on peut se mettre de l'excellente musique
ancienne suisse sous la dent. Quattre musiciens ont épluché et comparé
de nombreuses sources, ont construit des copies d'instruments anciens
et ont soigneusement
réfléchi à leurs arrangements. Cornemuses, chalemies, vielle à roue, rebec,
violon, piva, piffero, cistre, hackbrett (tympanon),
tambour, flûte à bec et chant sont mis à contribution pour interpréter
des airs traditionnels de toutes les régions de Suisse, d'avant 1800.
Trois ranz des vaches, une "Hirtenpolka", des montferrines, une "Ajoulotte"
du Jura, des chansons en allemand et diverses dances. Si l'ambience
"musique ancienne" est souvent présente, on est loin des attitudes hiératiques
de nombreux autres groupes, en partie grâce au choix du répertoire,
en partie par volonté de coller à ce qu'on imagine être une réalité
populaire.
Dans le second CD, paru l'an dernier, Tritonus s'adjoint quatre
musiciens de jazz (sax, violon, contrebasse, percussions) dans le projet
Alpan: des sonorités nouvelles pour des mélodies et des
textes anciens. Les arrangements en tiennent compte, influencés
qu'ils sont (notamment dans la façon de chanter) par les Suédois
Ale Möller et Lena Willemark).
Il en résulte un son plus rond, plus coulant, certes un peu plus
moderne, mais respectant toujours la finalité des airs. C'est
toujours de la musique ancienne, avec quelques compositions en plus,
toujours aussi agréable à ecouter, avec peut-être
un penchant un peu plus germanique que dans le premier CD.
Le
Canard Folk Nr.
272, Juli 2007 (Le Mensuel trad de l'ASBL, Bruxelles / Wichtigstes
Folkheft in Belgien)
ALPAN
Zytglogge-Verlag ZYT 4901
www.tritonus.ch - Durée 61'46
Peu coutumière de nos colonnes, la musique traditionelle des
Helvètes se décline iici dans le cadre d'un authentique
et passionnant travail de recherche sur les sources de leurs repértoires
populaires anciens, antérieurs au XIXe siècle.
L'approche est menée de concert avec un travail sur les instruments
usités dans ces pratiques, allant jusqu'à la reproduction
de certains d'entre eux. Dans ce disque (le second du groupe), Tritonus
se situe toujours dans cet esprit, avec toutefois l'apport de quelques
musiciens issus du jazz. Et l'alcheïmie est intéressante.
Les auteurs, incontestables bons musiciens se déclarant par ailleurs
fortement influencés par le parcours de certains scandinaves
tels Léna Willemark et Ale Möller (ce qui se vérifie à l'écoute,
surtout dans le domaine vocal...), nous livrent des orchestrations et
chants charpentés sur un fond d'instruments anciens (dulcimer,
cistre, cornemuse locale, vielle, rebec ...) et plus contemporains (contrebasse,
saxophone ...). Un univers sonore oroginal à découvrir,
sans le moindre rapport avec les images folklorisantes pouvant coller à la
peau de ces répertoires.
Alain Bormann
TRAD Magazine No.
110, 2007 (Wichtgstes Fachblatt für Folkmusik in Frankreich).
Tritonus Alpan (Review: good)
Swiss traditional material, but no yodelling, alphorns or oompah.
Tritonus' previous album was 1991's Early Swiss Folk Music, this one
draws on their discoveries since then, played skilfully on Swiss bagpipes,
hurdy-gurdy, shawm, rebec etc. plus occasional female vocals, and
gutsy percussion, jazz guests and impressionistic arrangements.
fROOTS No. 286, April 2007
(The
essential worldwide roots music guide: wichtigstes Folkheft in England,
int. renommiertes Folkmagazin) |
Bewertung: ....(sehr
gut)
Wahre Volksmusik-Forscher sind die Mitglieder der Gruppe Tritonus.
Und zwar hat es ihnen speziell die Volksmusik der Schweiz bis 1800 angetan.
1991 erschien ihre erste CD, die mit dem Ostschweizer Radio- und Fernsehpreis
ausgezeichnet wurde, und hier nun setzen sie ihre verdienstvolle Arbeit
auf hohem Niveau fort. Dabei gehen sie einen Schritt weiter, indem sie
in Zusammenarbeit mit jungen Jazz-Musikern Herkunft und mögliche
Zukunft Schweizer Volksmusik durchaus gelungen miteinander zu verbinden
versuchen.
concerto Nr. 4, Aug/Sept. 06
(Österreichs bestes Magazin für Jazz, Blues, World Music & Pop)
... Das 2003 neu zusammengesetzte Ensemble beschreitet neue Wege und
verbindet alte Musizierweisen, Melodien, Texte und Instrumente mit neuen
Klängen und Inhalten, ohne dabei ins Banale abzufallen. Sackpfeife,
Schwegel, Hackbrett, Drehleier, Schalmei und Streichinstrumente treten
einfühlsam in einen spannenden Dialog mit Saxophon und Perkussion, bisweilen
meditativ, aber auch schwungvoll bis feurig.
Der CD beigelegt ist ein ausführlich informativ gestaltetes Booklet,
das interessante musikhistorische Details zur Schweizer Volksmusik
kundgibt, aber auch dem Leser die Hintergründe der Bearbeitungen und Neuschöpfungen
erschliesst.
maultrommel Nr. 76 (Vorarlberger Volksliedarchiv, A. Bösch-Niederer) |
| |
Mit Anspruch
... Die Gruppe «Tritonus» bietet auf «Alpan» einerseits das wirklich
Urchig-Echt, andererseits Neukompositionen im Stil alter Melodien. Die
Tänze und Reihen entstammen alten Handschriften aus dem Appenzellischen
vor allem, aber auch aus Zug, dem Greyerzerland, Obwalden. Auch die Interpretationsweise,
die Sing- und Spielpraktiken wurden aus Quellen rekonstruiert; gelegentliche
Verzierungen oder kleine Improvisationen über dem gegebenen Harmonieschema
entstammen tradierter ebenso wie zeitgenössischer Praxis. Umgesetzt wird
dann das Alte wie das Neue mit teils untergegangenen Volksmusikinstrumenten
wie Schalmei oder Drehleier, in Kombination mit Saxofon, moderner Geige
oder Perkussion...
BAZ 13.9.06 (P. Bitterli)
ganzer Artikel als PDF
|
Archaische Töne neu
musiziert
Werfen Sie alle Vorurteile über Bord, die Sie zur Volksmusik
haben – Tritonus ist definitiv anders: Die Volksmusikgruppe, die
soeben ihre CD «Alpan» herausgegeben hat, befasst sich nicht
mit der Sorte Musik, die heute gemeinhin als Schweizer Volksmusik verstanden
wird, sondern führt in die Zeit vor 1800 zurück und bringt
die Musik der «Vor-Ländlerzeit» wieder zum Klingen.
Beim Zuhören stellt man überrascht eine gewisse Ähnlichkeit
zur irischen Volksmusik fest und fragt sich vielleicht, was ein Dudelsack in
der Schweiz zu blasen hat? Der «Dudelsack» ist eben eine echte
Schweizer Sackpfeife, wie sie vom Mittelalter bis ins frühe 18. Jahrhundert
gespielt wurde. Es ist das Verdienst der beiden Tritonus-Gründer Beat
Wolf und Urs Klauser, die sich seit 1976 als Instrumentenbauer und Musikanten
mit der Erforschung alter Musik und Instrumente befassen, nebst der Sackpfeife
auch etwa Schalmei, Drehleier, Schwegel, Trümpi usw. zu neuen Auftritten
zu verhelfen.
Tages Anzeiger 6.5.
06 (C. Diethelm)
Ganzer Artikel als PDF |
Wie tönt der Alpstein?
Die Gruppe Tritonus weiss es: Wenn man die Bergsilhuette auf
Notenlinien legt und mit Noten nachzeichnet, erhält man eine Melodie,
die genau den Konturen des Ostschweizer Bergmassivs folgt. Ein in Stein
gemeisseltes Tänzchen gewissermassen.
Solche musikalischen Überraschungen gibts viele auf der CD «Alpan».
Die Gruppe Tritonus ist seit langem in der ganzen Schweiz auf Spurensuche.
Und sie hat auch westlich des Alpsteins musikalische Höhen gefunden.
Felicia Kraft (Gesang, Perkussion, Rebec), Lea Zanola (Hackbrett, Trümpi,
Perkussion), Daniel Som (Drehleier, Schalmei, Flöten) und Urs Klauser
(Sackpfeifen, Cister, Schwegel) pflegen eine Volksmusik, die zugleich
sehr alt und sehr modern ist. Sie spielen auch Instrumente, die bei
uns aus der Mode gekommen sind, wissen die alten Traditionen mit moderner
Technik zu verbinden und mit eigenen Melodien fortzuführen. Eine
Fundgrube für Leute mit offenen Ohren und tanzfreudigen Beinen.
hzb.
ZEITLUPE Sept. 06 (M. Hauzenberger)
Artikel als PDF
15 Jahre liegen zwischen dem Debut von Tritonus und ihrer neuen zweiten
Produktion «Alpan». Hiess es damals «Alte Volksmusik
in der Schweiz», steht heute «Eine archaische Welt zeitloser
Klänge». Dafür sorgen neue Mitmusiker, neue Arrangements
und ein Saxophon. Trotzdem: Mit zwei CDs sich musikalisch so zu wandeln
und dennoch die «Alten» zu bleiben, ist wahrlich erstaunlich.
Mir gefiel ja die erste CD schon sehr, aber jetzt scheinen diese «zeitlosen» Klänge
wie entstaubt, sind klarer, weniger gleichförmig, haben Ecken und
Kanten. Gleichwohl besteht das «Alte» neben dem «Neuen»,
und das «Neue» ist dennoch kein «Fremdkörper».
Dieses Nebeneinander und Ineinander wirkt äusserst harmonisch.
Diese neue Musik ist beispielhaft und einzigartig – und deshalb
sehr empfehlenswert, nicht nur für Liebhaber von Dudelsack, Schalmeien,
Drehleier, Trümpi & Co., sondern für alle, die sich für
die Wurzeln der Schweizer Volksmusik interessieren.
24 Stunden Dez. 06 (M. Caluori) |
Lebendige Tradition
Die Gruppe Tritonus hat vor 15 Jahren eine originelle Volksmusik-CD
jenseits des Hudigäggelers vorgelegt. Jetzt doppelt sie nach mit «Alpan» (Zytglogge),
einer klugen Mischung aus Tradition (mit Drehleier, Schalmei, Trümpi)
und Moderne (mit Saxophon und Talking Drum): Appenzeller Musik vor 1800
für Kosmopoliten.
NZZ am Sonntag (M. Papst)
Artikel als PDF |
Zu den Wurzeln
Mit Hackbrett beginnt die CD «Alpan» von Urs Klausers
Tritonus. Klauser erforscht seit Jahren die früheste heimische Volksmusik
der Zeit vor 1800. Daraus versammelt er auch auf der neuen CD Trouvaillen,
viele davon aus dem Fundus des Zentrums für Appenzellische Volksmusik
in Gonten – etwa ein vertontes Bräker-Lied, Zäuerli, «Löckler» und
Walzer. Aber Tritonus hat sich erweitert um die Jazzer Reto Suhner und Tobias
Preisig, um den Bassisten Andreas Cincera und den Trommler Markus Maggiori.
Das Ergebnis: Archaik (mit Sackpfeife, Drehleier, Trümpi, Bass-Dulcian
und Felicia Krafts Gesang) würzt sich mit Geigenimprovisationen, Sax
und Drums zu einer höchst lebendigen "Buureplatte".
Tagblatt 3.5.2006 (P. Surber)
Artikel als PDF
|
Alpan Projekt
Hinter diesem Titel verbirgt sich die neuste Produktion der Gruppe
Tritonus, auf der archaische Schweizer Volksmusik mit neuen Klängen
vermischt wurde. Das Ziel der Gruppe besteht darin, "alte" Volksmusik
und die dafür gebräuchlichen Instrumente der Schweiz bis ins
Jahr 1800 zu erforschen und damit das Ursprüngliche und Andere zu
suchen. Die acht Musiker gestalten ihre Stücke und Lieder durch abwechslungsreiche
Instrumentierung, z.B. werden neben der Singstimme nicht nur Violine,
Viola, Kontrabass und diverse Flöten verwendet, sondern auch Hackbrett,
Maultrommel, Schalmei, Drehleier, Schweizer Sackpfeife, Schwegel und Sopransaxophon.
Abgerundet werden diese Stücke durch unterschiedliche Perkussionsinstrumente.
Vor allem Tänze aus der Zeit gegen Ende des 18. Jahrhunderts bilden
ihren Repertoireschwerpunkt, aber auch Walzermelodien aus alten Sammlungen,
alte Lieder und Balladen sind zu hören. Ein absolutes Muss für
alle Anhänger der experimentellen Volksmusik!
Der Vierzeiler Nr. 2/2006 (Zeitschrift für Musik,
Kultur und Volksleben) A-Graz.
|
Traditionen, angeschrägt
Eine satte Stunde archaischer Klänge bietet «Alpan» – doch
während das Debüt historisch-wissenschaftlich, fast puritanisch
klang, lässt Tritonus neue und schräge Töne zu. Da mischt
sich ein weiches Saxofon in den Geissreihen, da klingt die Bassgeige, als
käme sie aus einer Jazzcombo, da klingt die Ballade von Annelis Zwangsheirat
schrecklich aktuell. Wie kreativ Tritonus mit altem Material umgeht, zeigt
etwa der mittelalterlich anmutende Tanz, der auf den überlieferten
Löckler folgt. Starke Stücke.
Thurgauer Zeitung (D. Langhart)
online-Ausgabe Thurgauer
Zeitung I / Thurgauer
Zeitung II
|
Der Alpstein erklingt
in C-Dur
Die Musikformation Tritonus erforscht seit drei Jahrzehnten
alte Schweizer Volksmusik. Historische Quellen wie eine handschriftliche
Notensammlung aus dem 18. Jahrhundert aus Gonten inspirierten Urs
Klauser und seine Mitmusikanten zum Projekt Alpan. Diese CD vereint
archaische Klänge mit modernen
Melodien.
Wie klingt der Alpstein? Von dieser Frage inspiriert, machte sich Urs Klauser
an eine musikalisch-grafische Spielerei. Der Primarlehrer aus Bühler legte
Note um Note auf die Silhouette des Gebirges. So entstand ein tragender Melodiebogen,
wobei der Säntisgipfel als hohes G erklingt. Das Zäuerli «Alpan» ist
in C-Dur gehalten und eröffnet den gleichnamigen Tonträger der Musikformation
Tritonus.
... Alpan nimmt den Zuhörer mit auf eine erfrischende Klangreise. Melodien
wie «Di Wüeschte», «Löckler & Tanz» oder «Geissreihen» klingen
heimisch vertraut und dank moderner Improvisationen gleichzeitig fremd und überraschend.
Appenzeller Magazin Nr. 7, Juli 2006 (M. McGhee)
Ganzer Artikel mit Bildern als PDF
|
Die Zukunft der Herkunft
Tritonus praktiziert einen Mix aus Authentizität und Aktualisierung.
Die Instrumente sind so echt wie möglich, die Musik geht teilweise
neue Wege. Die meisten Titel der bald ländlich, seltener jazzoid
klingenden CD stammen aus schwer zugänglichen volksmusikalischen
Quellen. Da ertönen archaische Instrumente wie Cister, Sackpfeife
und Schwegel (Querpfeife), wird mit frischer Stimme gejodelt und wie
in einer Jazz-Improvisation der Bass gezupft. Im Unterschied zur landläufigen
Volksmusik wird hier professionell und im Wissen um die Herkunft der
Vorlagen musiziert. Da ist kein Platz für den Bierernst trachtengekleideter
Volksmusikanten. «Zukunft braucht Herkunft», formulieren
die findigen Tritonus-Leute. Sie glauben daran, dass die Fokussierung
auf das Ursprüngliche, auf die archaischen Wurzeln der Volkskultur
innovative Züge nicht nur nicht verhindert, sondern sogar noch
vorantreibt.
Basler Zeitung 30.5.06 (S. Schibli)
Zwei Seiten Hintergrundartikel zum Thema "Brauchen wir eine nationale
Förderung der Volksmusik" mit prominenter Erwähnung von Tritonus
und Interview mit Urs Klauser – als PDF (200
KB) |
Die Vielfalt der Klänge und Stimmungen ist umwerfend: Der Geissreihen
zum Beispiel verwandelt sich in Sehnsucht und lässt ein Saxofonsolo
aufsteigen... Kaum gelingt es, ein Lieblingsstück auszumachen:
Jedes neue Stück scheint die logische und stimmige Fortsetzung
des vorhergehenden zu sein und macht die Abfolge zu einem einzigen Guss.
So präsentiert sich auch das Booklet: Sorgfältig gestaltet
und mit einem Cover von Ruedi Küenzi versehen, bietet es sämtliche
relevanten Angaben zu den erstmals vertonten Stücken.
Schaffhauser Nachrichten 1.6.06 (M. Bollinger)
Ganzer Artikel als PDF |
Musikfestival Alpentöne 2007
Vollbesetzte Säle, einmalige Konzerte, schräge, feine, laute
und leise Töne. Das Altdorfer Musikfestival war erneut ein grosser
Erfolg.
Das Festival Alpentöne, erneut ein gelungener Mix schräger,
traditioneller, klassischer und jazziger Töne unseres Kulturraumes,
wieder ein Fest von Ur- und Erstaufführungen, begleitet von Filmvorführungen
und Ausstellungen, von einer Klang- und Bildinstallation, wieder mit
einheimischen und jungen Tönen, wieder mit dem Klangspaziergang
im Reussdelta, wieder mit aussergewöhnlichen Musikerinnen und Musikern
wie dem Stimmakrobat Christian Zehnder, dem blinden Akkordeonisten Otto
Lechner, wie Charlotte Hug, Bratko Bibic, wie Töbi Tobler oder
wie Hanery Amman, das Festival Alpentöne war diesmal aber auch
ein Theaterspektakel mit Wolfram Berger, Anne Bennet, Jürg Kienberger
und Clemens Sienknecht.
Und immer wieder finden Musikfreunde bei den «Alpentönen» die
feinen, unerwarteten Höhepunkte, zum Beispiel das Yves-Cerf-Quintett, «Tritonus» oder «Schiltknecht – Dahinden – Schiltknecht» aus
der Schweiz.
Für Armin Walpen, den Generaldirektor von SRG SSR idée suisse,
der die Eröffnungsansprache hielt, sind die «Alpentöne» Zeichen
für Modernität aus der Tradition, Zeichen für Vitalität
und Selbstbewusstsein, komplementär zum Alpenglühen.
Urner Wochenblatt 23. 8. 07 (Erich Herger )
Internationales Musikfestival Alpentöne
Des Raben wunderbares Wunderhorn
Vokale Ausnahmekunst, eine liebevolle
Schubert-Hommage, viel Einheimisches und auch Ausländisches: Alpentöne
war wiederum spannend und anregend.
... Draussen auf dem Lehnplatz wird am Samstag piemontesischer Folkrock
mit Dudelsack gespielt; zeitgleich am Werk sind im Schlüsselsaal
die Ostschweizer Tritonus, die alte Schweizer Volksmusik
mit nachgebautem Instrumentarium (darunter: Dudelsack) dezent auch mit
Jazzigem verbinden, ohne in die Allerwelts-Falle zu tappen, wie es die
Folkrocker leider etwas beliebig tun. Alpentöne-Projektleiter Hansjörg Felber
bilanziert eine Veranstaltung, die sich bewährt hat. «Das
Programm ist sehr gut angekommen», weiss er zu berichten. Allein
im Hauptprogramm waren die Konzerte am Freitag und Samstag ausverkauft.
Und, vorbehältlich der Zustimmung der Gemeindeversammlung, steht
auch bereits das Datum für die 6. Alpentöne fest: 14. bis
16. August 2009.
Luzerner Zeitung, 20. 8. 2007 (Urs Hangartner)
|
Alte Melodien neu belebt
Am vergangenen Freitag hat der Kulturraum Thalwil seinen Besuchern
einmal mehr ein Konzertvergnügen der Spitzenklasse geboten. Zu
Gast war die experimentelle Volksmusikband Tritonus mit ihrem Projekt
Alpan.
„Zukunft braucht Herkunft“
Bereits die
ersten Takte des achtköpfigen Ensembles machten erkennbar, dass
es sich hier nicht um die Art schweizerischer Volksmusik handelt, die
gern als Hudigägeler verspöttelt wird. Ein leises Intro am
Hackbrett leitete eine musikalische Zeitreise durch die Schweiz ein,
die mit allen Klischees aufräumte und immer wieder von neuem überraschte. „Käseplumpheit“ habe Karl
Spazier der Schweizer Volksmusik unterstellt, so Gründungsmitglied
Urs Klauser. Dies und manch anderes Vorurteil gelte es zu widerlegen.
Die
Volksmusik habe sich stets verändert und sich der aktuellen
Mode angepasst. Die Band entführt in die Zeiten vor 1800, haucht
vergessenen Instrumenten musikalisches Leben ein und holt sie in die
Gegenwart. Drehleier geht Hand in Hand mit jazzigen Saxophonklängen,
Schalmei erklingt zu feurigen Rhythmen der virtuosen Perkussionistin
und nicht weniger begnadeten Sängerin Felicia Kraft. Urchigen,
oft melancholischen Texten von Schicksalsschlägen und Einzelgängern
wird mit peppigen Instrumentalisierungen entgegengehalten. Schwarze
Schafe hätten es auch damals nicht einfach gehabt, meint Felicia
Kraft zynisch, und bricht damit mit einem weiteren Vorurteil:
Volksmusik muss weder plump noch konservativ sein. Wehmütige Liebeslieder
und beschwingte Tänze humorvoll und mutig inszeniert: ein musikalisches
Abenteuer, von dem man sich gern ins Wochenende begleiten liess.
Thalwiler Anzeiger, 18.9.07 (M. Kollbrunner) |
| |
«Fernab
vom Musikantenstadl»: grosser Hintergrundbericht im St.
Galler Tagblatt als PDF (400
kb).
|
«Alpan
im Alpstein»: Bericht zur CD-Taufe auf dem Säntis
im Tagblatt als PDF (400
KB).
|
«Himmelweite Begegnung»: grosser
Bericht zur CD-Taufe auf dem Säntis im Appenzeller Volksfreund
als PDF (728
KB).
|