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CD urbanus

 

Die Schweizer Folklore-Illustrierte "Alpenrosen" widmet Tritonus in der neusten Ausgabe vom Nov./Dez. 2015 eine 10-seitige Titelstory: Download als PDF

Logo Folk Roots CD-Rezension im englischen "Folk Roots" - the essential worldwide folk & roots music guide; No. 386 vom Aug. 2015 (full review PDF)
von Ken Hunt, writer, broadcaster, translator, fRoots
TRITONUS Urbanus
... Tritonus’ Urbanus opus is a 24-track master-piece. A worthy successor to the magnificent, genre-spanning Fraunhofer Saitenmusik. Tritonus sing and tell their tales – where words are involved, sung in Schwizerdütsch (Swiss German) – and, on Urbanus, in their use of the unifying narrative device of a town’s nightwatchman on his rounds. At their disposal they have a sound palette of Swiss folk, art music and jazz instruments. The traditional Swiss ones have names, some in regional dialect, like hümmelchen (bagpipe), chalumeau and schalmei (shawms), schwegel (a transverse flute) and trümpi (Jew’s harp). Less obscure instrumentation includes drehleier (hurdy-gurdy), violin, viola, viola d’amore, double bass, bassclarinet and saxophone. Felicia Kraft sings. Percussion is especially well deployed, for example, on tick-tock Tanz Der Nachtgestalten (Dance Of The Night Figures/Forms). This octet’s take on folk music is a combination of original tradition-based material, historical manuscript research, art music with baroque flavourings and traditional elements. Much as Munich’s Fraunhofer Saitenmusik similarly swung from similarly deliciously blurry folk and baroque lianas, much of Tritonus’ music is predicated on dance.Theirs, though, is emphatically Swiss. The opening statement, Zur Blawen Entten (At The Blue Duck – a Zurich inn name), for example, is a zwiefacher, a dance switching between three/four and two/four time.

CD-Rezension im belgischen "Canard Folk", mars 2016 (PDF)
von Marc Bauduin
Tritonus Urbanus (Zytglogge ZYT4966)
Voilà longtemps que nous n’avions plus entendu parler de l’excellent groupe suisse de musique ancienne. Les huit musiciens interpètent des danses tirées de tabalatures du luth du 16ème s., d’anciennes chansons et ballades ainsi que leurs compositions dans le style.
Cornemuse, chalemie, vielle à roue, hackbrett, violone, viole d’amour, cistre, rebec et contrebasse créent une musique chaleureuse et techniquement impeccable, loin des interprétations solennelles qu’on entend encore trop souvent. Voilà des musiciens qui savent être élégants et entraînants, rêveuret dansants. Un album de 24 morceaux remarquable, tout comme est emarquable le fait que Tritonus existe depuis 30 ans.
Bravo à Félicia Kraft, Urs Klauser,Lea Zanola, Daniel Som, Andreas Cincera, Andrea Brunner Andreas Ambühl et Michaela Walder (www.tritonus.ch).

Konzertbericht im St. Galler Tagblatt vom 17. Nov. 2015
von Brigitte Schmid Gugler
Mit dem Nachtwächter durch die Gassen
"... Sieben Musikerinnen und Musiker lassen die Zuschauer in längst vergangene Zeiten eintauchen – ohne den Anspruch zu erheben, dass alle Stücke damals genauso klangen. Und doch gelingt Tritonus aufgrund eingehender Recherchen, sorgfältiger Bearbeitung von historischem Volksliedgut und des professionellen Spiels in der Kombination von historischen und heutigen Instrumenten immer wieder ein Höchstmass an Authentizität. Unzählige Auftritte im In- und Ausland, etliche Auszeichnungen und erfolgreich produzierte CDs zeugen von einer kontinuierlichen, musikalisch unverwässerten Entwicklung. Die Gruppe, die zum 30-Jahr-Jubiläum die CD «urbanus» herausgebracht hat, mit deren Inhalt sie ihre Jubiläumstour bestreitet, beschäftigt sich einmal mehr virtuos und als Bilderbuch ausgebreitet mit Volksmusik, die bis 1800 in der Schweiz gespielt, gesungen und getanzt wurde." (ganzer Bericht als PDF)

Konzertbericht in der Online-Zeitung journal21.ch vom 23. Nov. 2015
von Alex Bänninger
Archäologie fürs Ohr
"Das hervorragend besetzte "Tritonus"-Oktett erforscht die volksmusikalische Vergangenheit und macht uns jetzt zu Ohrenzeugen des 16. Jahrhunderts ..." (Link zum ganzen Bericht)

CD-Rezension im online folk and world music magazine FolkWorld
von Michael Moll
TRITONUS Urbanus
... No yodelling on this album though – but rather an attractive and charming album of folk music in sophisticated arrangements. (read full review)

Und im deutschen "FolkWorld" (von Adolg "gorhand" Goriup):
"... Tritonus verstehen es alte traditionelle Lieder und Tänze mit modernen Kompositionen zu verbinden, dazu verwenden sie sowohl traditionelle wie auch moderne Instrumente. Ihr aktuelles Album ist nicht nur voll von wunderbaren Klängen, sondern auch ein Zeitdokument."
(read full review)

CD-Rezension im "Jazz n'more" 5 /2015 vom September 2015 (PDF) Bewertung mit 4 Noten = "Unbedingt reinhören"
von Jürg Solothurnmann
... Mit einem Schuss Jazz, Polyphonie und Improvisation überraschen sie manchmal auch mit unregelmässigen Rhythmen. Dazu kommen eigene, dem alten Stil nachempfun-dene Melodien. Klauser kann sich auf Kollegen und Kolleginnen stützen, die je ein oder mehrere histo-rische Instrumente beherrschen und auch vertraut sind mit Gregorianik, Alter Musik, Klassik, neuerer Volksmusik, Folk, Jazz und Rock. Lyrisch beseelt oder lüpfig wird das alte Instrumentarium kombi-niert mit modernen Instrumenten wie Sopransax, Bassklarinette und Streichinstrumenten. Die 24 Tänze und Lieder aus der Alltagskultur (Kuhreihen, Arbeits-, Wiegen-, Liebes-, Kilt-, Spott- und Klage-lieder) sind begleitet von Texten mit Informationen über ihren Ursprung und ihre Funktion, die auch auf die überlegt angebrachten Retouchen hinweisen.

CD-Rezension im "Kulturtipp" 10/2015 vom 30. April 2015 (PDF)
von Urs Hangartner, Redaktion kulturtipp
Wieder gehört: Zeitlos Altes
Seit 30 Jahren widmet sich das Ensemble Tritonus alter Schweizer Volksmusik, die mit einer Vielzahl von Instrumenten frisch aufbereitet wird.
Wer alte Volksmusik interpretieren will, muss erst das Material finden. Deshalb betreiben Tritonus ein ausgiebiges Quellenstudium. Für die Praxis brauchte es die entsprechenden Instrumente, die im Bedarfsfall nachgebaut wurden. 1991 legten Tritonus mit ihrem Debütalbum «Alte Volksmusik in der Schweiz» ein Standardwerk vor. Die zweite CD «Alpan» (2006) öffnete den Horizont in «eine archaische Welt zeitloser Klänge». Tritonus nahmen sich erneut altem Material an, das sie mit Eigenem verknüpften, indem sie etwa Musik schrieben zu überlieferten Texten. Oder so: Für Tritonus hatte der Obwaldner Luke Gasser einen Alpsegen getextet, den das damalige Tritonus-Mitglied Fabian Müller vertonte. Geiger Tobias Preisig holte zu einem selbst geschriebenen und mit Loops eingespielten mehrstimmigen Zäuerli aus.
Nach kleinen Umbesetzungen legt das achtköpfige appenzellisch-zürcherische Ensemble nun das Jubiläums-Album zum 30-Jährigen vor. «urbanus» versammelt auf knapp 70 Minuten alte Volksmusik aus Schweizer Städten: Lieder und Tänze zwischen klagend und jubilierend, die betörenden Klänge von Sackpfeife (Dudelsack), Drehleier, Schalmei, Hackbrett, Geige, dazu unter anderem Saxofon und Bassklarinette. Wie das Spiel zeigt: Diese alte Musik hat auch Groove. Ein schönes Beispiel, alt und heutig. Tritonus aktualisieren das spöttische (Berner) «Bohnenlied» von 1537 und singen von Zürich, Hafenkran und Verrichtungsbox.

CD-Rezension in der NZZ am Sonntag vom 3. Mai 2015 (PDF)
von Manfred Papst
Volksmusik – Schweizer Städte vor 500 Jahren
Seit 30 Jahren gibt es das Ensemble Tritonus, zu dem die Multiinstrumentalisten Urs Klauser und Daniel Som und fünf weitere so virtuose wie vielseitige Kräfte gehören. Auf seiner neuen CD widmet sich das Oktett der alten Musik aus Schweizer Städten und erinnert damit daran, dass die helvetische Tradition sich nicht auf die Klänge der Alpen und den «Ländler» reduzieren lässt. Wir begegnen urbanen Tänzen, Liedern und Balladen aus dem 16. Jahrhundert. Nicht um penible historisch-kritische Rekonstruktionen geht es der Formation indes, sondern um Erweckung alter Melodien zu neuem Leben. Sie erweitert das überlieferte Material. Alte Instrumente wie Sackpfeife, Schalmei, Drehleier, Hackbrett treffen auf neue wie Kontrabass, grosse und kleine Violone, ja sogar auf Bassklarinette und Sopransaxofon. Das Ergebnis überzeugt, zumal es auch dramaturgisch durchdacht ist: Wir folgen einem Nachtwächter auf seinem Stadtrundgang und treffen dabei vielerlei Gestalten an: junge Verliebte, alte Zecher, lichtscheues Gesindel. Die musikalischen Formen sind, den rigiden Gesetzen der Zeit entsprechend, für unsere Begriffe meist karg und streng; gleichwohl stellt diese sorgsam produzierte und kommentierte CD eine höchst willkommene Korrektur zu unserem üblichen Bild der Schweiz dar. Gerade in diesem Jahr der Jubiläen.

CD-Rezension in der NZZ Zürich Kultur vom 23. Juli 2015 (PDF)
von Markus Ganz
Volksmusik von Tritonus – Bogen in die Gegenwart
Das Ensemble Tritonus präsentiert auf dem neuen Album «Urbanus» städtische Volksmusik aus dem 16. Jahrhundert. Die alten Lieder haben die Musiker zum Teil neu arrangiert. Wenn von Schweizer Volksmusik die Rede ist, meint man trotz deren Erneuerung in den letzten Jahren noch immer meist die Ländlermusik. Das Ensemble Tritonus erinnert seit dreissig Jahren daran, dass es eine andere, ältere Volksmusik gibt, deren ursprüngliche Lieder und Klänge kaum mehr bekannt sind, weil sie ab dem 19. Jahrhundert eben von der Ländlermusik verdrängt wurde.
Die Mitglieder von Tritonus haben aus Quellen wie den Lautentabulaturen des 16. Jahrhunderts nicht nur alte Volkslieder ausgegraben, sondern für deren Interpretation auch die dDazugehörenden, aber nicht mehr vorhandenen Instrumente rekonstruiert. Das Album «Alte Volksmusik in der Schweiz» (1991) gilt deshalb als Standardwerk, das aber sehr nüchtern klingt, weil es sich am Original orientiert. Auf «Alpan» (2006) wurden in erweiterter Besetzung – darunter auch junge Jazzmusiker – alte Stücke mit neu geschriebenem Material sowie neuen Klängen sorgfältig aufgefrischt.

Hümmelchen und Schalmei
Mit dem neuen Album «Urbanus» ruft Tritonus nun in Erinnerung, dass Volksmusik nicht vom Landleben geprägt sein muss. Hier widmet sich das appenzellisch-zürcherische Ensemble der Volksmusik, die vor 1800 in Schweizer Städten gespielt wurde. Die acht Musiker präsentieren darauf weitgehend unbekannte Tänze, Lieder und Balladen. Ursprüngliche Volksmusikinstrumente wie Hümmelchen (eine kleine Sackpfeife) und Schalmei wurden mit neueren Instrumenten wie Kontrabass und Geige, ja sogar mit Saxofon und Klarinette ergänzt.Aber nicht nur diese klangliche Auffrischung belebt die oft aus dem 16. Jahrhundert stammenden Stücke, die passend zu den Sittenmandaten der Reformation streng gestaltet sind. Tritonus hat einige Stücke auch bearbeitet, stilistisch aufgebrochen und durch Improvisationen erweitert.
Die Musiker haben teilweise auch alte Texte mit stilistisch passenden eigenen Kompositionen vertont. Andreas Cincera etwa intoniert in «Zur blawen Entten» ein «Weinspiel», dessen Verfasser das reformierte Selbstverständnis listig ironisierte. Dies ist im umfangreichen Booklet ebenso zu lesen wie der Verweis, dass das mit dem Titel gemeinte Restaurant damals noch ausserhalb der Stadttore von Zürich gelegen habe. Im «Bohnenlied», so bezeichnete man früher Spottlieder, hat das Ur-Mitglied Urs Klauser den ursprünglichen Text sogar mit eigenen Zeilen ergänzt. Er schafft mit Bezugnahme auf den Zürcher Hafenkran und die Verrichtungsboxen einen witzigen Bogen vom 16. Jahrhundert in die Gegenwart.
Tritonus: Urbanus – Alte Volksmusik aus den Städten (Zytglogge/TBA).

Bericht zur CD-Taufe im Tagesanzeiger vom 9. Mai 2015 (PDF)
von Susanne Kübler
Hümmelchen und Hafenkran
Es kann doch nicht nur der Ländler sein! Das war für den Appenzeller Lehrer und Musiker Urs Klauser schon früh klar. Er gehörte in den 1970ern zu den Organisatoren der legendären Folkfestivals auf der Lenzburg, und was da aus aller Welt anreiste, klang für ihn weit interessanter als das, was als Schweizer Volksmusik galt. Also machte sich Klauser auf die Suche nach verschütteten Quellen, bald einmal gemeinsam mit dem Schaffhauser Instrumentenbauer Beat Wolf. Sie fanden nicht nur Texte und Melodien, sondern auch Abbildungen – und rekonstruierten dann die Instrumente, die darauf zu sehen waren: Sackpfeifen, Drehleiern, Schalmeien.
1985 gründeten Klauser und Wolf das Ensemble Tritonus, benannt nach jenem übermässigen Quart-Intervall, das in der klassischen Musik lange verpönt war, in der Volksmusik aber zum Grundvokabular gehört. 1991 erschien die erste Tritonus-CD mit dem trockenen Titel «Alte Volksmusik der Schweiz». Ziemlich karg klang auch die Musik: Es sei ihnen damals darum gegangen, die Stücke so zu präsentieren, wie sie in der Schweiz vor 1800 tatsächlich getönt haben könnten, sagt Urs Klauser, «und auf damaligen Abbildungen sah man, dass jeweils nur wenige Musiker zusammenspielten».
Eine solche Musik hätte an keinen Pistenrand gepasst, statt dessen interessierten sich die Renaissance- und Weltmusik-Liebhaber dafür. Denn die Melodien, die in der Volksmusik meist nur mündlich überliefert worden waren, hatten Klauser und Wolf oft aus Lautentabulaturen des 16. Jahrhunderts erschlossen; «dort finden sich viele Tänze, die man einst zu Kunstmusik umgewandet hat».
Seit diesen ersten Forschungsarbeiten ist vieles passiert. Die Schweizer Volksmusik boomt, gerade in den Städten, bei den Jungen. Vom nationalkonservativen Image hat sie sich längst befreit, und auch von all den Mythen um Alphörner und ländliche Ländlerkapellen, mit denen der Musikethnologe Dieter Ringli in seiner 2006 erschienenen Studie «Schweizer Volksmusik von den Anfängen um 1800 bis zur Gegenwart» endgültig aufgeräumt hat.
Auch Tritonus hat sich verändert, verschiedene Besetzungswechsel brachten neue Ideen ins Spiel. Das Bewusstsein für die historischen Klänge und Bedingungen ist zwar nach wie vor zentral, «aber heutige Ohren sind mehr Abwechslung gewohnt, als man früher wohl bieten konnte», sagt Klauser. Auf der neuesten CD «urbanus» präsentiert sich Tritonus deshalb als Oktett, die Instrumentationen sind üppig und farbig – also nicht «original». Auch die Stücke selbst sind es nicht immer; etliche Ensemble-Mitglieder haben Melodien komponiert oder Texte verfasst und dabei neben dem Wissen um die Geschichte auch ihre Erfahrungen mit Jazz oder Neuer Musik einbezogen lassen.
So fliessen Vergangenheit und Gegenwart ineinander. Etwa in jenem traditionellen «Studenten tantz», der mit raffiniert wechselnden Rhythmen von einem Bass her aufgebaut wird, der auch für eine Jazz-Improvisation taugen würde. Oder im neu komponierten «Nachtwächterlied», das mit den alten modalen Harmonien spielt. Oder im «Bohnenlied», einem Vorläufer der Schnitzelbank, bei dem Urs Klauser den historischen Text mit aktuellen Strophen zum Zürcher Hafenkran und den Verrichtungsboxen ergänzt hat.
Der schönste Text des Albums ist allerdings die Besetzungsliste, auf der sich neben den bekannten klassischen und volksmusikalischen Instrumenten auch  Spezialitäten wie der Schwegel (eine einfache hölzerne Querflöte) oder das Hümmelchen (eine kleinere, leisere Sackpfeife) finden. Die Liste verspricht, was die Aufnahme einlöst: eine Vielfalt an teilweise ungewohnten Klängen, die sich zu mal deftigen, mal subtilen Melangen verbinden.
Die Tritonus-Musiker suchen damit nicht die radikale, sondern eher die liebevolle, kompetente Erneuerung der Schweizer Volksmusik. Er könne nichts damit anfangen, wenn Volkslieder einfach irgendwie verjazzt würden, sagt Urs Klauser, «es braucht schon mehr, um in diese Musik hineinzukommen». Dass dieses «mehr» in der Schweizer Volksmusik-Szene inzwischen auf sehr vielfältige Weise interpretiert werden kann: Dazu haben die Tritonus-Pioniere einiges beigetragen
.

Veranstaltungshinweis zur CD-Taufe im Züritipp vom 7. Mai 2015 (PDF)
von tmt
Neue Leier

CD-Rezension in den Schaffhauser Nachrichten vom 16. Mai 2015 (PDF)
von Mark Liebenberg
EIn neues Album von Tritonus

CD-Rezension im St. Galler Tagblatt vom 3.Juni 2015 (PDF)
von Richard Butz
Altneue Stadtmusik

CD-Rezension im Magazin "Spuren" Nr. 117 Herbst 2015 (PDF)
von Matthias Gerber
Sound der Städte


CD Alpan

 

ZUSAMMENFASSUNG (wichtige Presseberichte als PDF)

Interview über Tritonus und das Alpan Projekt im Appenzeller Tagblatt (PDF)

Interview über Neue Schweizer Volksmusik im "Folker" – Ausgabe Mai 08
ganzer Artikel als PDF

CD-Rezension im "Folker" (Wichtigstes Fachblatt für Folk, Lied und Weltmusik in Deutschland – Ausgabe Juli/Aug. 06): Siehe auch Text unten.

CD-Rezension in der NZZ vom 23.8.06: Siehe Text unten oder PDF.

Berichte über das «Alpentöne»-Festival 07

Radiosendung vom 13. Okt. 06, 21.00 - 22.00h auf DRS 2
radio magazin
39/40 06 (M. Böhni)
Artikel als PDF

 

CD Alte Volksmusik

Pressestimmen zur ersten Tritonus-CD

Podcast über Tritonus auf "Chronico" (Magazin für Geschichte).

   

 


 

Lange Zeit musste die archaische Schweizer Volksmusik Dornröschens Schlaf schlafen. Vor ein paar Jahren ist sie aufgewacht. Und lebt! Wunderbarer Beweis ist Tritonus, ein Projekt, das seit den 90er-Jahren verborgene Schätze zutage fördert. Der aktuelle Tonträger schlägt einen thematischen Bogen von zarter, früher Liebe bis zu «Annelis Hochzyg». Musikalisch reizvoll ist der Titel «Di Wüeschte». Wenns auch grossspurig klingen mag: Beim Eintauchen in dieses Lied kommt einem «Weltmusik» in den Sinn.

Blick (K. E. Merki)
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Worldmusic-Highlight!
Tritonus, die Gruppe um Urs Klauser, die vor 15 Jahren eine viel beachtete CD jenseits der Ländler aufgenommen hat, legt erneut eine Bearbeitung ursprünglicher Schweizer Volksmusik vor. Inspiriert etwa von Ulrich Bräker, aber auch vom Obwaldner Rocker Luke Gasser, entwickeln die acht «Tritoniten» die Traditionen weiter. Die detaillierten Angaben zu den hier erstmals vertonten Stücken machen auch das Booklet zu einer Fundgrube.

 

radio magazin 15 06 (M. Böhni)
Ganze Seite als PDF

 

radio magazin 39/40 06 (M. Böhni)
Hintergrund-Artikel als PDF

Aus der «Vor-Ländler-Zeit»
Die Gruppe Tritonus hat sich der Erforschung der Volksmsuik vor 1800 verschrieben. Vom sorgfältigen Vorgehen zeugt auch diesmal das CD-Booklet, in dem zu jedem Stück aufschlussreiche Kommentare und weiterführende Informationen sowie eine ausführliche Bibliographie enthalten sind. Auf dem neusten Tonträger, «Alpan», hat sich das Quartett, bestehend aus den Multiinstrumentalisten Felicia Kraft, Urs Klauser, Daniel Som und Lea Zanola, Musik vorgenommen, die zum Teil aus schwer zugänglichen Quellen geschöpft wurde. «Alpan» versammelt Stücke der Schweizer Volksmusik aus verschiedenen Regionen und einige Neukompositionen. Ein Schwerpunkt liegt bei der Appenzellermusik. Tritonus fügt zum heute wohlbekannten Streicherklang Pfeifen und Drehleier hinzu und geht damit wieder einen Schritt zurück in der Instrumentation: So könnte die Appenzellermusik früher geklungen haben. Mit der kraftvollen Stimme Felicia Krafts und allerlei Instrumenten von der Äolsharfe über Rebec und Hümmelchen (leise Sackpfeife) bis hin zur Schalmei schafft Tritonus Stimmungen. Ekstatische Tänze, frische Löckler (Viehlockrufe), sehnsüchtige Alpsegen (mit neuem Text vom ObwaldRockmusiker Luke Gasser), innigen Liebeslieder und anrührende Balladen entführen beim Hören in alte Zeiten. Mit «Alpan» wollte die Gruppe Tritonus aber über eine historische Aufführung von früher Volksmusik hinausgehen und lud dazu Gäste ins Studio ein: Die Jazzer Reto Suhner (Saxophon) und Tobias Preisig (Violine) sowie Andreas Cincera (Kontrabass) und Markus Maggiori (Perkussion) weiten gemeinsam mit der Kerngruppe die Stücke aus, reichern die historischen Instrumentierungen mit anderen Klängen an, bauen Rhythmen um, improvisieren in ihrem Stil und hauchen so der alten Musik neues Leben ein.

 

NZZ, 23.8. 06 (Neue Zürcher Zeitung; ges.)
Artikel als PDF

 

Schweizer Volksmusik an den Wurzeln gepackt
Sie klingt schweizerisch-vertraut und gleichzeitig faszinierend-fremdartig, die «Worldmusic» des Ensembles Tritonus: In der urtümlichen, von Bass, handgeschmiedeten Rollenschellen, Drehleier, Maultrommel, Sackpfeife, Schwegel, Cister und Hackbrett begleiteten Alpen-Musik tummelt sich nämlich so manches, was der herkömmlichen Schweizer Volksmusik im Laufe der Jahrhunderte abhanden gekommen ist. Breitbeinig zotteln im Programm «Alpan» die «Wüeschte»  (lies: mönströs Hässlichen) durch karge tonale Gassen, tänzeln Ziegenböcke  über erdige Ostinatomotive, torkelt ein «biswillen verrukter» durchs Toggenburg, beflügeln die «phantaseyen eines ungepflantzten, wildgewachsenen Dichters» (Ulrich Bräker) das Ohr.
Es ist eine abenteuerliche Zeitreise in die Vor-Ländlerzeit: Seit 30 Jahren setzt sich der Instrumentenbauer, Volksmusikforscher und Musikant Urs Klauser mit der Schweizer Volksmusik auseinander. Mit Leidenschaft und Fachkompetenz schürft er in nationalen und internationalen Archiven nach verschütteten Melodien, Tänzen und Texten, und lässt sie mit seinem Ensemble Tritonus in neuem Glanz erstrahlen.

Der Bund, 13.3.08, M. Mühlemann

 

Zukunft braucht Herkunft: Tritonus
... Endlich legt nun das Ensemble Tritonus in neuer Besetzung mit «Alpan» eine zweite CD vor, eine archaische Welt zeitloser Klänge, wie die acht Musiker im Booklet versprechen. Das ist nicht mehr die quellenkritische Bearbeitung historischer Vorgaben, sondern ein frisches Gemisch von traditioneller Musik und neuen Klängen. Dabei orientieren sich die bisherigen Ensemblemitglieder Felicia Kraft und Urs Klauser mit ihren neuen Kollegen an der traditionellen Appenzeller Streichmusik, am Alpsegen, Kühreihen und am Zäuerli. Nach wie vor bezieht Tritonus sein Repertoire aus alten handschriftlichen oder bibliografisch angeführten gedruckten Quellen. Deren Interpretation aber ist nicht mehr an ohnehin ungenügende Hinweise auf eine historische Aufführungspraxis gebunden, sondern lässt nun nach dem Vorbild der schwedischen Musikgruppen um Ale Möller und Lena Willemark Spielmannslust und Experimentierfreude aufkommen.

SMZ Nov.06 (Schweizer Musikzeitung, B. Bachmann-Geiser)
Ganzer Artikel als PDF

 

TRITONUS Alpan
23 Tracks, 62:00, mit Infos

Tritonus ist eine hierzulande seit Jahren viel zu wenig beachtete Größe in der Schweizer Folkmusikszene. Vor 15 Jahren veröffentlichten sie mit Alte Volksmusik in der Schweiz ein Standardwerk, danach war erst mal Sendepause. Nun gibt es eine neue CD, auf der sich die Gruppe daran macht, die Grenzen alpenländischer Schweizer Volksmusik zu überschreiten. Das aktuelle, seit 2003 musizierende Septett spielt auf Hackbrett, Maultrommel, Percussion, Rebec, Schalmei, Flöten, Drehleier, Dulcian, Sackpfeife, Cister, Schwegel, Sopransaxophon, Violinen, Kontrabass und diversen Trommeln. Dabei entwickelt sich ein überraschend vielfältiger Klangkosmos, der, vorwiegend auf traditionellen Appenzeller Quellen basierend, eine abwechslungsreiche, immer wieder überraschende Musik bietet. Sie mäandert zwischen verträumten, an Minimal Music gemahnende Passagen, traditionell alpenländischen Mustern bis zu treibenden Weltmusikrhythmen und freien Jazzimprovisationen, und die Bandbreite an musikalischem Ausdruck und Gefühl sucht ihresgleichen. Ich kann mir diese exzellent produzierte Musik auch hervorragend als Soundtrack für einen Naturdokumentarfilm über die grandiose Bergwelt der Schweizer Alpen vorstellen - ist sie doch ebenso majestätisch wie erhaben und beeindruckend.
Ulrich Joosten

Folker Nr. 4 Juli/Aug. 06 (Wichtigstes Fachblatt für Folk, Lied und Weltmusik in Deutschland)

 

CDs du mois: TRITONUS ("Alte Volksmusik" et "Alpan")

Ce n'est pas tous les jours qu'on peut se mettre de l'excellente musique ancienne suisse sous la dent. Quattre musiciens ont épluché et comparé de nombreuses sources, ont construit des copies d'instruments anciens et ont soigneusement réfléchi à leurs arrangements. Cornemuses, chalemies, vielle à roue, rebec, violon, piva, piffero, cistre, hackbrett (tympanon), tambour, flûte à bec et chant sont mis à contribution pour interpréter des airs traditionnels de toutes les régions de Suisse, d'avant 1800. Trois ranz des vaches, une "Hirtenpolka", des montferrines, une "Ajoulotte" du Jura, des chansons en allemand et diverses dances. Si l'ambience "musique ancienne" est souvent présente, on est loin des attitudes hiératiques de nombreux autres groupes, en partie grâce au choix du répertoire, en partie par volonté de coller à ce qu'on imagine être une réalité populaire.
Dans le second CD, paru l'an dernier, Tritonus s'adjoint quatre musiciens de jazz (sax, violon, contrebasse, percussions) dans le projet Alpan: des sonorités nouvelles pour des mélodies et des textes anciens. Les arrangements en tiennent compte, influencés qu'ils sont (notamment dans la façon de chanter) par les Suédois Ale Möller et Lena Willemark). Il en résulte un son plus rond, plus coulant, certes un peu plus moderne, mais respectant toujours la finalité des airs. C'est toujours de la musique ancienne, avec quelques compositions en plus, toujours aussi agréable à ecouter, avec peut-être un penchant un peu plus germanique que dans le premier CD.

Le Canard Folk Nr. 272, Juli 2007 (Le Mensuel trad de l'ASBL, Bruxelles / Wichtigstes Folkheft in Belgien)

 

ALPAN
Zytglogge-Verlag ZYT 4901
www.tritonus.ch - Durée 61'46

Peu coutumière de nos colonnes, la musique traditionelle des Helvètes se décline iici dans le cadre d'un authentique et passionnant travail de recherche sur les sources de leurs repértoires populaires anciens, antérieurs au XIXe siècle.
L'approche est menée de concert avec un travail sur les instruments usités dans ces pratiques, allant jusqu'à la reproduction de certains d'entre eux. Dans ce disque (le second du groupe), Tritonus se situe toujours dans cet esprit, avec toutefois l'apport de quelques musiciens issus du jazz. Et l'alcheïmie est intéressante. Les auteurs, incontestables bons musiciens se déclarant par ailleurs fortement influencés par le parcours de certains scandinaves tels Léna Willemark et Ale Möller (ce qui se vérifie à l'écoute, surtout dans le domaine vocal...), nous livrent des orchestrations et chants charpentés sur un fond d'instruments anciens (dulcimer, cistre, cornemuse locale, vielle, rebec ...) et plus contemporains (contrebasse, saxophone ...). Un univers sonore oroginal à découvrir, sans le moindre rapport avec les images folklorisantes pouvant coller à la peau de ces répertoires.
Alain Bormann

TRAD Magazine No. 110, 2007 (Wichtgstes Fachblatt für Folkmusik in Frankreich).

 

Tritonus Alpan (Review: good)

Swiss traditional material, but no yodelling, alphorns or oompah.
Tritonus' previous album was 1991's Early Swiss Folk Music, this one draws on their discoveries since then, played skilfully on Swiss bagpipes, hurdy-gurdy, shawm, rebec etc. plus occasional female vocals, and gutsy percussion, jazz guests and impressionistic arrangements.

fROOTS No. 286, April 2007 (The essential worldwide roots music guide: wichtigstes Folkheft in England, int. renommiertes Folkmagazin)

 

 

Bewertung: ....(sehr gut)

Wahre Volksmusik-Forscher sind die Mitglieder der Gruppe Tritonus. Und zwar hat es ihnen speziell die Volksmusik der Schweiz bis 1800 angetan. 1991 erschien ihre erste CD, die mit dem Ostschweizer Radio- und Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, und hier nun setzen sie ihre verdienstvolle Arbeit auf hohem Niveau fort. Dabei gehen sie einen Schritt weiter, indem sie in Zusammenarbeit mit jungen Jazz-Musikern Herkunft und mögliche Zukunft Schweizer Volksmusik durchaus gelungen miteinander zu verbinden versuchen.

concerto Nr. 4, Aug/Sept. 06 (Österreichs bestes Magazin für Jazz, Blues, World Music & Pop)

 

... Das 2003 neu zusammengesetzte Ensemble beschreitet neue Wege und verbindet alte Musizierweisen, Melodien, Texte und Instrumente mit neuen Klängen und Inhalten, ohne dabei ins Banale abzufallen. Sackpfeife, Schwegel, Hackbrett, Drehleier, Schalmei und Streichinstrumente treten einfühlsam in einen spannenden Dialog mit Saxophon und Perkussion, bisweilen meditativ, aber auch schwungvoll bis feurig.
Der CD beigelegt ist ein ausführlich informativ gestaltetes Booklet, das interessante musikhistorische Details zur Schweizer Volksmusik kundgibt, aber auch dem Leser die Hintergründe der Bearbeitungen und Neuschöpfungen erschliesst.

maultrommel Nr. 76 (Vorarlberger Volksliedarchiv, A. Bösch-Niederer)

 

Mit Anspruch
... Die Gruppe «Tritonus» bietet auf «Alpan» einerseits das wirklich Urchig-Echt, andererseits Neukompositionen im Stil alter Melodien. Die Tänze und Reihen entstammen alten Handschriften aus dem Appenzellischen vor allem, aber auch aus Zug, dem Greyerzerland, Obwalden. Auch die Interpretationsweise, die Sing- und Spielpraktiken wurden aus Quellen rekonstruiert; gelegentliche Verzierungen oder kleine Improvisationen über dem gegebenen Harmonieschema entstammen tradierter ebenso wie zeitgenössischer Praxis. Umgesetzt wird dann das Alte wie das Neue mit teils untergegangenen Volksmusikinstrumenten wie Schalmei oder Drehleier, in Kombination mit Saxofon, moderner Geige oder Perkussion...

BAZ 13.9.06 (P. Bitterli)
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Archaische Töne neu musiziert
Werfen Sie alle Vorurteile über Bord, die Sie zur Volksmusik haben – Tritonus ist definitiv anders: Die Volksmusikgruppe, die soeben ihre CD «Alpan» herausgegeben hat, befasst sich nicht mit der Sorte Musik, die heute gemeinhin als Schweizer Volksmusik verstanden wird, sondern führt in die Zeit vor 1800 zurück und bringt die Musik der «Vor-Ländlerzeit» wieder zum Klingen.
Beim Zuhören stellt man überrascht eine gewisse Ähnlichkeit zur irischen Volksmusik fest und fragt sich vielleicht, was ein Dudelsack in der Schweiz zu blasen hat? Der «Dudelsack» ist eben eine echte Schweizer Sackpfeife, wie sie vom Mittelalter bis ins frühe 18. Jahrhundert gespielt wurde. Es ist das Verdienst der beiden Tritonus-Gründer Beat Wolf und Urs Klauser, die sich seit 1976 als Instrumentenbauer und Musikanten mit der Erforschung alter Musik und Instrumente befassen, nebst der Sackpfeife auch etwa Schalmei, Drehleier, Schwegel, Trümpi usw. zu neuen Auftritten zu verhelfen.

Tages Anzeiger 6.5. 06 (C. Diethelm)
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Wie tönt der Alpstein?
Die Gruppe Tritonus weiss es: Wenn man die Bergsilhuette auf Notenlinien legt und mit Noten nachzeichnet, erhält man eine Melodie, die genau den Konturen des Ostschweizer Bergmassivs folgt. Ein in Stein gemeisseltes Tänzchen gewissermassen.
Solche musikalischen Überraschungen gibts viele auf der CD «Alpan». Die Gruppe Tritonus ist seit langem in der ganzen Schweiz auf Spurensuche. Und sie hat auch westlich des Alpsteins musikalische Höhen gefunden. Felicia Kraft (Gesang, Perkussion, Rebec), Lea Zanola (Hackbrett, Trümpi, Perkussion), Daniel Som (Drehleier, Schalmei, Flöten) und Urs Klauser (Sackpfeifen, Cister, Schwegel) pflegen eine Volksmusik, die zugleich sehr alt und sehr modern ist. Sie spielen auch Instrumente, die bei uns aus der Mode gekommen sind, wissen die alten Traditionen mit moderner Technik zu verbinden und mit eigenen Melodien fortzuführen. Eine Fundgrube für Leute mit offenen Ohren und tanzfreudigen Beinen. hzb.

ZEITLUPE Sept. 06 (M. Hauzenberger)
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15 Jahre liegen zwischen dem Debut von Tritonus und ihrer neuen zweiten Produktion «Alpan». Hiess es damals «Alte Volksmusik in der Schweiz», steht heute «Eine archaische Welt zeitloser Klänge». Dafür sorgen neue Mitmusiker, neue Arrangements und ein Saxophon. Trotzdem: Mit zwei CDs sich musikalisch so zu wandeln und dennoch die «Alten» zu bleiben, ist wahrlich erstaunlich. Mir gefiel ja die erste CD schon sehr, aber jetzt scheinen diese «zeitlosen» Klänge wie entstaubt, sind klarer, weniger gleichförmig, haben Ecken und Kanten. Gleichwohl besteht das «Alte» neben dem «Neuen», und das «Neue» ist dennoch kein «Fremdkörper». Dieses Nebeneinander und Ineinander wirkt äusserst harmonisch. Diese neue Musik ist beispielhaft und einzigartig – und deshalb sehr empfehlenswert, nicht nur für Liebhaber von Dudelsack, Schalmeien, Drehleier, Trümpi & Co., sondern für alle, die sich für die Wurzeln der Schweizer Volksmusik interessieren.

24 Stunden Dez. 06 (M. Caluori)

 

Lebendige Tradition
Die Gruppe Tritonus hat vor 15 Jahren eine originelle Volksmusik-CD jenseits des Hudigäggelers vorgelegt. Jetzt doppelt sie nach mit «Alpan» (Zytglogge), einer klugen Mischung aus Tradition (mit Drehleier, Schalmei, Trümpi) und Moderne (mit Saxophon und Talking Drum): Appenzeller Musik vor 1800 für Kosmopoliten.

NZZ am Sonntag (M. Papst)
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Zu den Wurzeln
Mit Hackbrett beginnt die CD «Alpan» von Urs Klausers Tritonus. Klauser erforscht seit Jahren die früheste heimische Volksmusik der Zeit vor 1800. Daraus versammelt er auch auf der neuen CD Trouvaillen, viele davon aus dem Fundus des Zentrums für Appenzellische Volksmusik in Gonten – etwa ein vertontes Bräker-Lied, Zäuerli, «Löckler» und Walzer. Aber Tritonus hat sich erweitert um die Jazzer Reto Suhner und Tobias Preisig, um den Bassisten Andreas Cincera und den Trommler Markus Maggiori. Das Ergebnis: Archaik (mit Sackpfeife, Drehleier, Trümpi, Bass-Dulcian und Felicia Krafts Gesang) würzt sich mit Geigenimprovisationen, Sax und Drums zu einer höchst lebendigen "Buureplatte".

Tagblatt 3.5.2006 (P. Surber)
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Alpan Projekt
Hinter diesem Titel verbirgt sich die neuste Produktion der Gruppe Tritonus, auf der archaische Schweizer Volksmusik mit neuen Klängen vermischt wurde. Das Ziel der Gruppe besteht darin, "alte" Volksmusik und die dafür gebräuchlichen Instrumente der Schweiz bis ins Jahr 1800 zu erforschen und damit das Ursprüngliche und Andere zu suchen. Die acht Musiker gestalten ihre Stücke und Lieder durch abwechslungsreiche Instrumentierung, z.B. werden neben der Singstimme nicht nur Violine, Viola, Kontrabass und diverse Flöten verwendet, sondern auch Hackbrett, Maultrommel, Schalmei, Drehleier, Schweizer Sackpfeife, Schwegel und Sopransaxophon. Abgerundet werden diese Stücke durch unterschiedliche Perkussionsinstrumente. Vor allem Tänze aus der Zeit gegen Ende des 18. Jahrhunderts bilden ihren Repertoireschwerpunkt, aber auch Walzermelodien aus alten Sammlungen, alte Lieder und Balladen sind zu hören. Ein absolutes Muss für alle Anhänger der experimentellen Volksmusik!

Der Vierzeiler Nr. 2/2006 (Zeitschrift für Musik, Kultur und Volksleben) A-Graz.

 

Traditionen, angeschrägt
Eine satte Stunde archaischer Klänge bietet «Alpan» – doch während das Debüt historisch-wissenschaftlich, fast puritanisch klang, lässt Tritonus neue und schräge Töne zu. Da mischt sich ein weiches Saxofon in den Geissreihen, da klingt die Bassgeige, als käme sie aus einer Jazzcombo, da klingt die Ballade von Annelis Zwangsheirat schrecklich aktuell. Wie kreativ Tritonus mit altem Material umgeht, zeigt etwa der mittelalterlich anmutende Tanz, der auf den überlieferten Löckler folgt. Starke Stücke.

Thurgauer Zeitung (D. Langhart)
online-Ausgabe Thurgauer Zeitung I / Thurgauer Zeitung II

 

Der Alpstein erklingt in C-Dur
Die Musikformation Tritonus erforscht seit drei Jahrzehnten alte Schweizer Volksmusik. Historische Quellen wie eine handschriftliche Notensammlung aus dem 18. Jahrhundert aus Gonten inspirierten Urs Klauser und seine Mitmusikanten zum Projekt Alpan. Diese CD vereint archaische Klänge mit modernen Melodien.
Wie klingt der Alpstein? Von dieser Frage inspiriert, machte sich Urs Klauser an eine musikalisch-grafische Spielerei. Der Primarlehrer aus Bühler legte Note um Note auf die Silhouette des Gebirges. So entstand ein tragender Melodiebogen, wobei der Säntisgipfel als hohes G erklingt. Das Zäuerli «Alpan» ist in C-Dur gehalten und eröffnet den gleichnamigen Tonträger der Musikformation Tritonus.
... Alpan nimmt den Zuhörer mit auf eine erfrischende Klangreise. Melodien wie «Di Wüeschte», «Löckler & Tanz» oder «Geissreihen» klingen heimisch vertraut und dank moderner Improvisationen gleichzeitig fremd und überraschend.

Appenzeller Magazin Nr. 7, Juli 2006 (M. McGhee)
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Die Zukunft der Herkunft
Tritonus praktiziert einen Mix aus Authentizität und Aktualisierung. Die Instrumente sind so echt wie möglich, die Musik geht teilweise neue Wege. Die meisten Titel der bald ländlich, seltener jazzoid klingenden CD stammen aus schwer zugänglichen volksmusikalischen Quellen. Da ertönen archaische Instrumente wie Cister, Sackpfeife und Schwegel (Querpfeife), wird mit frischer Stimme gejodelt und wie in einer Jazz-Improvisation der Bass gezupft. Im Unterschied zur landläufigen Volksmusik wird hier professionell und im Wissen um die Herkunft der Vorlagen musiziert. Da ist kein Platz für den Bierernst trachtengekleideter Volksmusikanten. «Zukunft braucht Herkunft», formulieren die findigen Tritonus-Leute. Sie glauben daran, dass die Fokussierung auf das Ursprüngliche, auf die archaischen Wurzeln der Volkskultur innovative Züge nicht nur nicht verhindert, sondern sogar noch vorantreibt.

Basler Zeitung 30.5.06 (S. Schibli)
Zwei Seiten Hintergrundartikel zum Thema "Brauchen wir eine nationale Förderung der Volksmusik" mit prominenter Erwähnung von Tritonus und Interview mit Urs Klauser – als PDF (200 KB)

 

Die Vielfalt der Klänge und Stimmungen ist umwerfend: Der Geissreihen zum Beispiel verwandelt sich in Sehnsucht und lässt ein Saxofonsolo aufsteigen... Kaum gelingt es, ein Lieblingsstück auszumachen: Jedes neue Stück scheint die logische und stimmige Fortsetzung des vorhergehenden zu sein und macht die Abfolge zu einem einzigen Guss. So präsentiert sich auch das Booklet: Sorgfältig gestaltet und mit einem Cover von Ruedi Küenzi versehen, bietet es sämtliche relevanten Angaben zu den erstmals vertonten Stücken.

Schaffhauser Nachrichten 1.6.06 (M. Bollinger)
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Musikfestival Alpentöne 2007
Vollbesetzte Säle, einmalige Konzerte, schräge, feine, laute und leise Töne. Das Altdorfer Musikfestival war erneut ein grosser Erfolg.

Das Festival Alpentöne, erneut ein gelungener Mix schräger, traditioneller, klassischer und jazziger Töne unseres Kulturraumes, wieder ein Fest von Ur- und Erstaufführungen, begleitet von Filmvorführungen und Ausstellungen, von einer Klang- und Bildinstallation, wieder mit einheimischen und jungen Tönen, wieder mit dem Klangspaziergang im Reussdelta, wieder mit aussergewöhnlichen Musikerinnen und Musikern wie dem Stimmakrobat Christian Zehnder, dem blinden Akkordeonisten Otto Lechner, wie Charlotte Hug, Bratko Bibic, wie Töbi Tobler oder wie Hanery Amman, das Festival Alpentöne war diesmal aber auch ein Theaterspektakel mit Wolfram Berger, Anne Bennet, Jürg Kienberger und Clemens Sienknecht.
Und immer wieder finden Musikfreunde bei den «Alpentönen» die feinen, unerwarteten Höhepunkte, zum Beispiel das Yves-Cerf-Quintett, «Tritonus» oder «Schiltknecht – Dahinden – Schiltknecht» aus der Schweiz.
Für Armin Walpen, den Generaldirektor von SRG SSR idée suisse, der die Eröffnungsansprache hielt, sind die «Alpentöne» Zeichen für Modernität aus der Tradition, Zeichen für Vitalität und Selbstbewusstsein, komplementär zum Alpenglühen.

Urner Wochenblatt 23. 8. 07 (Erich Herger )

 

Internationales Musikfestival Alpentöne
Des Raben wunderbares Wunderhorn
Vokale Ausnahmekunst, eine liebevolle Schubert-Hommage, viel Einheimisches und auch Ausländisches: Alpentöne war wiederum spannend und anregend.

... Draussen auf dem Lehnplatz wird am Samstag piemontesischer Folkrock mit Dudelsack gespielt; zeitgleich am Werk sind im Schlüsselsaal die Ostschweizer Tritonus, die alte Schweizer Volksmusik mit nachgebautem Instrumentarium (darunter: Dudelsack) dezent auch mit Jazzigem verbinden, ohne in die Allerwelts-Falle zu tappen, wie es die Folkrocker leider etwas beliebig tun. Alpentöne-Projektleiter Hansjörg Felber bilanziert eine Veranstaltung, die sich bewährt hat. «Das Programm ist sehr gut angekommen», weiss er zu berichten. Allein im Hauptprogramm waren die Konzerte am Freitag und Samstag ausverkauft. Und, vorbehältlich der Zustimmung der Gemeindeversammlung, steht auch bereits das Datum für die 6. Alpentöne fest: 14. bis 16. August 2009.

Luzerner Zeitung, 20. 8. 2007 (Urs Hangartner)

 

Alte Melodien neu belebt

Am vergangenen Freitag hat der Kulturraum Thalwil seinen Besuchern einmal mehr ein Konzertvergnügen der Spitzenklasse geboten. Zu Gast war die experimentelle Volksmusikband Tritonus mit ihrem Projekt Alpan.

„Zukunft braucht Herkunft“
Bereits die ersten Takte des achtköpfigen Ensembles machten erkennbar, dass es sich hier nicht um die Art schweizerischer Volksmusik handelt, die gern als Hudigägeler verspöttelt wird. Ein leises Intro am Hackbrett leitete eine musikalische Zeitreise durch die Schweiz ein, die mit allen Klischees aufräumte und immer wieder von neuem überraschte. „Käseplumpheit“ habe  Karl Spazier der Schweizer Volksmusik unterstellt, so Gründungsmitglied Urs Klauser. Dies und manch anderes Vorurteil gelte es zu widerlegen.
Die Volksmusik habe sich stets verändert und sich der aktuellen Mode angepasst. Die Band entführt in die Zeiten vor 1800, haucht vergessenen Instrumenten musikalisches Leben ein und holt sie in die Gegenwart. Drehleier geht Hand in Hand mit jazzigen Saxophonklängen, Schalmei erklingt zu feurigen Rhythmen der virtuosen Perkussionistin und nicht weniger begnadeten Sängerin Felicia Kraft. Urchigen, oft melancholischen Texten von Schicksalsschlägen und Einzelgängern wird mit peppigen Instrumentalisierungen entgegengehalten. Schwarze Schafe hätten es auch damals nicht einfach gehabt, meint Felicia Kraft zynisch, und bricht damit mit einem weiteren Vorurteil:

Volksmusik muss weder plump noch konservativ sein. Wehmütige Liebeslieder und beschwingte Tänze humorvoll und mutig inszeniert: ein musikalisches Abenteuer, von dem man sich gern ins Wochenende begleiten liess.  

Thalwiler Anzeiger, 18.9.07 (M. Kollbrunner)     

 

«Fernab vom Musikantenstadl»: grosser Hintergrundbericht im St. Galler Tagblatt als PDF (400 kb).

 

 

«Alpan im Alpstein»: Bericht zur CD-Taufe auf dem Säntis im Tagblatt als PDF (400 KB).

 

 

«Himmelweite Begegnung»: grosser Bericht zur CD-Taufe auf dem Säntis im Appenzeller Volksfreund als PDF (728 KB).

 

 
 
 



Copyright © 2013 by "TRITONUS": Urs Klauser, CH- 9055 Bühler; sw-Fotos: Dieter Langhart, Ch 9500 Frauenfeld; Farbiges Coverbild: Ruedi Küenzi, CH-8252 Schlatt