Zuerich 1547_Holzschnitt J. Stumpf

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Alte Volksmusik aus Schweizer Städten


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Foto Tritonus 2015 A (Foto: Dieter Langhart, Frauenfeld)
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Foto Tritonus Stubete am See 2010 A
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Foto Instrumente
 


Tritonus 2015

Freüde herrscht!

Zum 30-jährigen Jubiläum überrascht das Ensemble Tritonus mit einem neuen Programm und seiner dritten CD «urbanus»

Hörproben aus der brandneuen CD «urbanus» / CD-Bestellung

Pressestimmen zur CD (u.a. kulturtipp, NZZ am Sonntag, Tagesanzeiger, Züritipp)

Mit dem Album ‹urbanus› wendet sich Tritonus der alten Volksmusik aus Schweizer Städten zu.
Tänze aus Lautentabulaturen des 16. Jahrhunderts, Lieder und Balladen werden in raffinierten Arrangements zu neuem Leben erweckt und – erfüllt vom Esprit unserer Volksmusik – mit neuen Texten und Melodien ergänzt. Die reichen Klangfarben der alten Volksmusikinstrumente wie Sackpfeife, Schalmei, Drehleier und Hackbrett wurden erweitert durch Kontrabass, grosse und kleine Violone, Viola d‘amore, Chalumeau sowie moderne Instrumente wie Sopransaxophon und Bassklarinette.

Ein Nachtwächter nimmt die Hörerin, den Hörer mit auf seinen nächtlichen Stadtrundgang, zu glücklich oder unglücklich Verliebten, vorbei am Marktplatz, hin zu Tavernen und geheimen, dunklen Winkeln.
Dabei erklingt Musik, die in manchen Städten des 16. Jahrhunderts meist nur im Verborgenen gespielt werden durfte. Während der Reformation bestimmten Sittenmandate den Lebensalltag der Bürger bis hinein in die privaten Gemächer. So wurde z.B. ab 1527 in der Zwinglistadt Zürich Musik und Tanz streng geahndet: Zur Fasnacht sollte ‹gar niemand musige – sygs uf der gassen, uf den Zoiften und anderen stuben, orten und enden›, ‹nid mit trume und pfifen, umbzüche und zuo tanz machen›. Zuwiderhandelnde Spielleute wurden zu Haftstrafen im Wellenbergturm und hohen Bussen verurteilt. Erst 1798 wurde eine Öffnung und Liberalisierung eingeleitet. Bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts – wenn nicht gar bis heute – dürfte diese Kulturrevolution ihre Spuren in den Köpfen und der Gesellschaft hinterlassen haben.

Als Quellen für die weitgehend unbekannten Stücke und Lieder dienten u.a. die Lautentabulaturen des 16. Jhs. aus der Basler- und Samedaner-Sammlung sowie das «Weinspiel» von H. R. Manuel (Sohn von Niklaus Manuel Deutsch) aus dem Jahre 1548 – ergänzt durch eigene Rekonstruktionen von Musik- oder Textfragmenten.
Eigenkompositionen, tritonustypische Bearbeitungen und Improvisationen schaffen den Bezug zu unserer Zeit – eine archaische Welt zeitloser Klänge!

Programm:

Teil 1: Früher Abend
- Nachtwächter-Lied I („Loset was ich eu will säge“)
- Zur blawen Entten
- Studenten tantz & Nachdantz
- Der meitlein von blofelden tantz & nachdantz
- Schlaflied
- Spislinger tantz (Spysinger)
- Der bättler dantz & Proportz

Teil 2: Der Nachtwächter sieht in eine Beiz hinein, wo getanzt, gesungen und getrunken wird.
- Nachtwächterlied II
- Gygegsell & Tanz
- Chorea Maitlin khom mit mir über ryn
- Bohnenlied *
- Schäffer (-tanz)

Teil 3: Nachtleben
- Nachtwächterlied III
- Tanz der Nachtgestalten
- Totentanz
- Kiltlied: "Versteisch du mi scho?"
- Buchssbaum tantzmass
- Liebesklage: "Ich hab mir ausserkoren"

Teil 4: Morgendämmerung, Markt
- Nachtwächterlied IV
- Kuhreihen-Zäuerli
- Appenzeller Kuhreihen "lobe lobe"
- Zwiereihen
- Der arm Burestang: "Isch das nid es elängs Läbe"
- Baurenn tantz

* «Bohnenlieder» hiessen im ausgehenden Mittelalter die Schmäh- und Spottverse auf politische Ereignisse der Zeit – die Vorläufer der modernen Schnitzelbänke. Die Schlusszeile «Nun gang mir aus den Bohnen» bedeutet sinngemäss «Nun lass mich damit in Frieden» (U. Hostettler, Anderi Lieder, Bern1979).

Bohnenlied Bern 1537
Wer Hoffart treibt mit fremden Gut
und führt ein prächtisch Leben,
der halt sich selbst in guter Hut,
dass er nit werd umgeben
mit Armethei, in Bettelei
z‘letzt muess im Ellend wohnen,
und hin und für wird g‘jagt vor Thür:
Nun gang mir aus den Bohnen!

Bohnenlied Zürich 2014 (Urs Klauser)
Was andernorts am Hafen steht,
das soll auch Zürich schmücken.
Drum thuet man uns - so schnell es geht -
mit einem Kran beglücken. 
Ganz maritim, soll Zürich sin,
das wird sich sicher lohnen!
Die Stadt erhält, ein "Tor zur Welt":
Nun gang mir aus den Bohnen!      

Hafenkran Zuerich

 

 

Tritonus sind:

 
Felicia Kraft (Winterthur): Gesang, Perkussion
Urs Klauser (Bühler AR): Schweizer Sackpfeifen, Cister, Schwegel
Daniel Som (Hombrechtikon): Drehleier, Schalmei, Flöten, Trümpi
Lea Zanola (Zürich): Hackbrett, Trümpi (Maultrommel)
Andreas Cincera (Zürich): Violonen, Kontrabass
Andrea Brunner (Winterthur): Violine, Viola, Viola d’amore
Andreas Ambühl (Zürich): Sopransax, Chalumeau, Bassklarinette
Michaela Walder (Rüti ZH): Hackbrett (Im Wechsel mit Lea Zanola)
   

 








 



 

 

 

 


Copyright © 2015 by "TRITONUS": Urs Klauser, CH- 9055 Bühler; Gruppenfoto: Dieter Langhart, 8500 Frauenfeld / Stadtansicht Zürich aus Schweizer Chronik von Johannes Stumpf [1535?],ZB Zürich / Hafenkran: Foto: Goran Basic, NZZ